Deutscher Kanarien- und Vogelzüchter-Bund e.V.


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Ausstellungsordnung der Fachgruppe Farben- und Positurkanarien im DKB

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Ausstellungsordnung der Fachgruppe Farben- und Positurkanarien im DKB

1. Allgemeines:
Diese Ausstellungsordnung regelt nur den fachgruppen-spezifischen Teil und baut auf die "Allgemeinen Ausstel-lungsrichtlinien" des DKB´s auf bzw. ergänzt diese.
2. Anmeldung:
Die Anmeldung erfolgt an die vom Fachgruppenvorsitzen-den angegebene Adresse. Bei der Anmeldung müssen die im Fachorgan "Der Vogelfreund" und auf der DKB- Homepage www.dkbonline.de regelmäßig aktualisierten veröffentlichten Schau- Anmeldeschlüssel angegeben werden. Das Standgeld/Portogeld etc. ist zusammen mit der Anmeldung per Verrechnungsscheck, Barzahlung (auf eigenes Risiko im Briefumschlag) oder durch Abbuchung vom eigenen Konto (Lastschrift) zu bezahlen. Vögel für die zu wenig oder kein Stand- bzw. Portogeld mit der Anmeldung bezahlt wurde, werden bei der Anmeldung nicht berücksichtigt.
3. Einlieferung:
Der Einlieferungsschein ist, entsprechend der geforderten Angaben, um die Ringnummern der Ausstellungstiere zu ergänzen. Nicht eingelieferte Vögel müssen auf dem Ein-lieferungsschein mit "NE" gekennzeichnet sein. Bei feh-lender Angabe von Ringnummern besteht keine Garantie auf Bewertung des Vogels.
Die Käfigaufkleber müssen wie folgt angebracht werden:
Wurster-Käfig: mittig ca. 30 mm vom linken Käfigrand auf dem unteren Käfigfrontholz.
Border- Spezialkäfig und Kuppelkäfig: Längsseits, mittig auf dem Käfigholz, ca. 30 mm vom linken Käfigrand, wo-bei sich die Käfigfalltür rechts vom Betrachter befindet.
Falsches Käfigzubehör wird von der Fachgruppe durch zugelassenes Zubehör ausgetauscht.
Die Kosten hierfür übernimmt der betroffene Aussteller. Die Einzelpreise des Zubehörs werden von der Fach-gruppenversammlung festgelegt.
4. Käfige:
Es sind nur Käfige bzw. deren Ausstattungen zugelassen, für welche eine zuvor von der Versammlung genehmigte und veröffentlichte Bauartbeschreibung vorliegt. Die ent-sprechenden Bauartbeschreibungen sind der Anlage 1 zu entnehmen. Welche Vögel in welchen Käfigen ausgestellt werden können, ist der Anlage 2 zu entnehmen.
Alle Käfige müssen mit einem Kartenhalter versehen sein.
5. Ringe:
Die gültigen Ringgrößen sind ebenfalls der Anlage 2 zu entnehmen.
6. Aufbewahrung:
Vom Ausrichter sind zweimal täglich alle Vögel äußerlich auf ihren Gesundheitszustand zu kontrollieren. Sichtbar erkrankte Vögel sind entsprechend zu behandeln. Diese sind nach Rücksprache mit dem Fachgruppenvorsitzen-den aus dem Ausstellungsraum zu entfernen und in ei-nem separaten Krankenraum, bei entsprechender Ver-sorgung, unterzubringen.
7. Bildung von Schauklassen neuer Rasse / Farben:
Die Einrichtung neuer Schauklassen von neuen Rassen / Farben kann durch den Vorstand der Fachgruppe vorge-nommen werden, wenn die offizielle deutsche Anerken-nung durch die DKB Preisrichtergruppe FPMCE zuvor erfolgt ist. Die Schauklassen neuer Farben sind logisch in das bestehende Schauklassensystem einzugliedern. Die Einrichtung von Schauklassen bei neuen Rassen be-schränkt sich auf das Einrichten einer Sammelschauklas-se und einer Schauklasse weißgrundiger
Vögel. Weitere Schauklassen können im Bedarfsfall auf Antrag von der Fachgruppenversammlung genehmigt werden.
8. Schauklasseneinteilung:
Die Einteilung der Schauklassen ist entsprechend des letzten Beschlusses der Fachgruppentagung vorzuneh-men. Die Einteilung ist jährlich in Verbindung mit den Anmeldeformularen auf der DKB Homepage www.dkb-online.de zu veröffentlichen, in regelmäßigen Abständen auch im Fachorgan des DKB.
Die Einteilung der Schauklassen für Farbenkanarien und Positurkanarien ist der Anlage 3 zu entnehmen. Farbenkanarien-Einzelvögel werden entsprechend der Schaugruppenzuordnung in 8 Sammelschauklassen zusammengefasst. Sofern mindestens 12 Vögel einer Farbe (gleicher Schauschlüssel) in einer Sammelschauklasse gemeldet sind, werden diese in eine separate Unterschauklasse zusammengefasst.
Bei den standardisierten Farbenkanarien und Positurkanarien erfolgt das Ausstellen innerhalb der jeweiligen Schauklassen in Form von Stämmen und Einzelvögeln. Jeder Aussteller kann eine unbegrenzte Anzahl Stämme und/oder Einzelvögel ausstellen! Die Voraussetzung zur Anerkennung als Stamm ist der Anlage 4 zu entnehmen.
In jeder Schauklasse standardisierter Kanarien wird ein Sieger ermittelt. Dieser erhält den Titel "Deutscher Meis-ter der Schauklasse", In den Schauklassen der "Stämme" wird der Meistertitel "Deutscher Meister der Schauklasse" erst bei einer Mindestendpunktzahl von 360 Punkten ver-geben.
Vögel in den Einzelvogelschauklassen/Unterschauklassen müssen 90 Punkte erreichen, um den Titel "Deutscher Meister der Schauklasse" zu bekommen.
9. Schaugruppeneinteilung Farbenkanarien:
Aus den Schauklassen der Farbenkanarien werden inner-halb der Schauklassen für Stämme und innerhalb der Schauklassen für Einzelvögel folgende Farbensiegergrup-pen gebildet:
1 weiß rezessiv inkl. Rotaugen
2 weiß dominant inkl. Rotaugen
3 gelb inkl. Rotaugen
4 rot inkl. Rotaugen
5 ivoor inkl. Rotaugen
6 mosaik inkl. Rotaugen (Lipochrom)
7 klassische Schwarzvögel
8 klassische Achatvögel
9 klassische Braunvögel
10 klassische Isabellvögel
11 Satinetvögel
12 Phaeovögel
13 Melaninpastell
14 Topas
15 Eumo
16 Onyx
17 Opal
18 Grauflügel
19 Kobalt

10. Schaugruppeneinteilung Positurkanarien:
Die Sieger dieser vorgenannten Gruppen erhalten den jeweiligen Titel "Deutscher Farbensieger" Stämme Gruppe xxx, bzw. "Deutscher Farbensieger" Einzel-vögel xxx.
Aus den Schauklassen der Positurkanarien werden inner-halb der Schauklassen für Stämme und innerhalb der Schauklassen für Einzelvögel folgende Rassesieger-gruppen gebildet:
1 Deutsche Haube
2 Gloster
3 Border
4 Fife
5 Raza
6 Lizard
7 Lancashire
8 Crested/Crestbred
9 Yorkshire
10 Berner
11 Norwich
12 Münchener
13 Scotch
14 Japan Hoso
15 Bossu Belge
16 Rheinländer
17 Pariser Trompeter
18 Giboso Espanol
19 Schweizer Frisé
20 Gibber Italicus
21 Südholländer
22 Paduaner
23 Nordholländer
24 Fiorino
25 Makige
26 Mehringer
27 AGI
28 Melado Tenerfeno
29 Larget Espagnol
Die Sieger dieser vorgenannten Gruppen erhalten den jeweiligen Titel "Deutscher Rassesieger" Stämme Gruppe xxx , bzw. "Deutscher Rassesieger" Einzelvö-gel xxx.
11. Championgruppen:
Der Championstamm wird aus allen standardisierten Ka-narienvögeln der folgenden Schaugruppen ermittelt.
Es werden 11 Championtitel vergeben.
1 Bester Stamm Lipochromvögel SKB I
2 Bester Stamm Schwarzvögel SKB II
3 Bester Stamm Achatvögel SKB III
4 Bester Stamm Braunvögel SKB IV
5 Bester Stamm Isabellvögel SKB V
6 Bester Stamm Phaeovögel SKB VI
7 Bester Stamm Satinetvögel SKB VII
8 Bester Stamm Positur I kleine glatte Rassen
9 Bester Stamm Positur II große glatte Rassen
10 Bester Stamm Positur III Figurenkanarien
11 Bester Stamm Positur IV frisierte Rassen
Die vorgenannten Champions werden von Seiten des DKB´s anlässlich des jeweiligen Kommersabends mit der "DKB Medaille am Bande" ausgezeichnet.

12. Siegerehrung:
Anlässlich der DKB-Siegerfeier werden künftig alle Titel die über den Titeln "Deutscher Meister der Schauklas-se..." rangieren geehrt.

13. Bewertung:
Dem Vorsitzenden der Preisrichtergruppe ist vom Fach-gruppenvorsitzenden eine Liste der Schauklassen, in Verbindung mit der zahlenmäßigen Angabe der zu bewertenden Vögel auszuhändigen. Dieses hat spätestens zwei Wochen vor dem Bewertungstermin zu erfolgen. Anhand
dieser Liste nimmt der Vorsitzende der Preisrichtergrup-pe, in Abstimmung mit dem Fachgruppenvorsitzenden, die Einteilung der Preisrichter vor. Die endgültige Liste der bewertenden Preisrichter ist dem Fachgruppenvorsitzen-den spätestens eine Woche vor dem Bewertungstermin zu übergeben.
Dem Ausrichter bzw. dem vom Vorstand mit der Aufstel-lung der Regale beauftragten Verantwortlichen ist eine Liste der Schauklassenbelegungen zur Verfügung zu stellen, aus welcher zu entnehmen ist, wie viele Ausstellungsregale zur Verfügung gestellt werden müssen.
Die Zuträger, welche vom Ausrichter zu stellen sind, sind gehalten die fertig ausgeschriebenen Bewertungskarten rechnerisch zu kontrollieren. Sie sind vom Ausrichter dar-auf hinzuweisen den Vögeln die pfleglichste Behandlung zuteil kommen zu lassen.
Die Bewertungstische haben mindestens so groß zu sein, dass ein ausreichender Abstand von ca. 60 cm zwischen Preisrichter und Käfig eingehalten werden kann. Für Posi-turkanarienrassen bei denen eine "Arbeitshaltung" zu bewerten ist, sind entsprechende Bewertungsregale zur Verfügung zu stellen.
Die Beleuchtung während der Bewertung muss so ausge-legt sein, dass bei 100%igem Tageslicht bewertet werden kann. Mischbeleuchtung ist zu vermeiden, weil diese die Farbenerscheinung verfälscht. Im letztgenannten Fall hat der Ausrichter die Bewertungsplätze mit ausreichend Tageslichtröhren auszustatten.
Die Ermittlung der Farben- und Rassensieger erfolgt durch die amtierenden Preisrichter. Diese Sieger werden durch Koordinatoren, die als Bindungsglied zwischen Fachgruppe und Preisrichter fungieren, mit der Fachgruppe abgestimmt.

14. Ausstellerkatalog:
Im Ausstellerkatalog sind mindestens die 3 erstplazier-ten Sieger aufzuführen. Bei allen aufgeführten Vögeln muss die vom Aussteller angegebene Ringnummer erscheinen.
15. Medaillen:
Die prozentuale Vergabe der Medaillen richtet sich nach den Schauanmeldungen, ca. 30%, maximal jedoch 5 Me-daillen pro Schauklasse. Folgender Modus gilt bei den einzelnen Schauklassen der "Einzelvögel Positur": ab 7 gemeldete Vögel wird eine Goldmedaille, ab 10 Vögel wird zusätzlich eine Silbermedaille und ab 20 Vögel auch eine Bronzemedaille vergeben. Urkunden werden auch bei nicht voll besetzten Schauklassen vergeben.
Jeder Siegertitel (Deutscher Meister der Schauklasse) erhält, sofern Vorhanden, eine echt- Silber vergoldete Medaille. Für die weiteren Platzierungen, analog der Medaillenzuteilung, werden normale Medaillen vergeben. Jeder Champion-Sieger erhält die goldene DKB-Medaille am Bande.

16. Ausschlussgründe:
Von der Siegerauswertung werden offensichtlich falsche und abweichende Käfige sowie die Verwendung von nicht beschlossenem Zubehör, ausgeschlossen. Ausschlagge-bend sind die Anlage 2 zu dieser Ausstellungsordnung und die Bauartbeschreibungen der Käfige.
Falsch angemeldete oder falsch eingelieferte Vögel wer-den bewertet, verbleiben jedoch in den falschen Klassen und bleiben bei der Siegerermittlung unberücksichtigt.

17. Funktionspersonal:
In fachgruppenspezifischen Angelegenheiten ist der Fach-gruppenvorsitzende anzusprechen. Er kann ein Ausstel-lungs-Helferteam einsetzen Dieses setzt sich zusammen aus dem Fachgruppenteam und den Funktionen des Aus-richters.
Bei Durchführung der Ausstellung durch den Vorstand des DKB werden alle Funktionspersonen durch den Vor-stand der Fachgruppe berufen. Der Helfer-Aufruf erfolgt im Fachorgan des DKB.
Das Fachgruppenteam besteht aus:
1. dem Vorsitzenden der Fachgruppe
2. dem Stellvertreter
3. dem Schriftführer der Fachgruppe
4. dem Auswertungsteam (derzeit ca. 4 Personen)
Funktionen vom Ausrichter (auch bei Durchführung der Ausstellung durch den Vorstand des DKB):
1 Person fachgruppenspezifische Ausstellungsleitung
ca. 24 Personen - Vogelannahme / Regalbeschickung
ca. 8 Personen - Vogelversorgung / Gesundheitskontrolle / Ringkontrolle / Anbringen der Rosetten und Bewertungs-karten
ca. 40 Personen - Zuträgertätigkeiten (Personenzahl bei einer Bewertung über 2 Tage)
ca. 3-4 Personen - Bewertungskartenbearbeitung (EDV Erfassung)

18. Änderung der Ausstellungsordnung:
Die Ausstellungsordnung kann durch ordnungsgemäße Anträge an die Jahreshauptversammlung, mit einfacher Stimmenmehrheit, geändert oder ergänzt werden.
Im Falle von Änderungen oder Ergänzungen hat der Vor-sitzende die Pflicht die Ausstellungsordnung unverzüglich zu überarbeiten und im Fachorgan des DKB´s zu veröf-fentlichen.

19. Inkrafttreten der Ausstellungsordnung:
Die Ausstellungsordnung trat durch Beschluss der Jah-reshauptversammlung am 6.1.1995 in Ulm in Kraft.

Aktualisierter Stand vom Oktober 2011
Ulrich Völker, Fachgruppe FP


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